Blog/use-cases·9. Okt. 2026·8 Min.·vom eroq-Team
KI-UGC-Ads: 8 Formate für Videoanzeigen und wie du sie briefst
Die 8 KI-UGC-Formate in eroq, vom UGC-Testimonial bis zum Luxus-Makro: was jedes ist, wann es wirkt, wie du es briefst und was ein Take kostet.
Eine UGC-Anzeige sieht aus, als hätte ein Kunde sie mit dem Handy gefilmt: eine Person, ein Produkt, Fensterlicht, ein Satz direkt in die Kamera. Eine KI-UGC-Anzeige hat dieselbe Form, nur von einer Video-Engine gerendert statt gefilmt. Sie ist im UGC-Stil gemacht, nicht von Nutzern erstellt, und genau das zählt bei den Hinweisen zur Ehrlichkeit weiter unten.
Im Ads Studio von eroq beginnt jede Videoanzeige mit einem Format. Es gibt acht, jedes mit eigener Kamerabewegung, eigener Standardperson (oder ganz ohne Person) und eigenem Beispielsatz. Hier steht, wann sich welches lohnt, wie du es briefst und was ein Take kostet.
So funktioniert das Briefing einer Videoanzeige
Öffne eine Marke, dann Erstellen, dann Videoanzeige. Das Briefing hat drei Teile; die Einstellungen sitzen im Panel rechts.
- Produkt. Eins der Produkte der Marke, jedes ein Element mit seinem Foto, oder „Die Marke selbst“.
- Format. Eins der acht Formate unten oder „Eigenes“, bei dem deine Regieanweisung die ganze Einstellung beschreibt.
- Präsentator und Text. Der Präsentator ist einer deiner eigenen Charaktere, erstellt aus Fotos oder aus einem der Ausgangspunkte, mit einem Look-Sheet, das sein Gesicht in jedem Render gleich hält. Dann der gesprochene Satz: Tipp ihn selbst oder klick auf „Mit Clap schreiben“, und du bekommst kostenlos vier Vorschläge in einer von 14 Sprachen. Die Sätze von Clap beginnen mit einem Hook, nennen einen konkreten Kaufgrund und nutzen nur Fakten aus deinem Brand-Kit. Zuletzt eine optionale Regieanweisung: ein Ort, eine Stimmung, ein Moment.
Im Panel stehen die Engine, das Bildformat (standardmäßig 9:16; 16:9, 1:1 und weitere, wenn die Engine sie rendert), die Dauer, der Ton, „Mit dem Produktfoto beginnen“ und 1 bis 4 Takes. „Prompt ansehen“ zeigt, was die Engine lesen wird, einschließlich der Zeile, die dein Produkt an sein Foto bindet (mehr zur Produkttreue).
Die acht Formate auf einen Blick
| Format | Im Bild | Kamera | Fang hier an, wenn |
|---|---|---|---|
| UGC-Testimonial | Dein Präsentator | Handkamera | du eine Anzeige für kalte Zielgruppen auf TikTok oder Reels brauchst |
| Im echten Leben | Dein Präsentator | Langsamer Schwenk | das Produkt täglich genutzt wird und die Umgebung es verkauft |
| Glow-up-Reveal | Dein Präsentator | Ranfahrt | das Produkt verändert, wie ein Moment aussieht oder sich anfühlt |
| Straßeninterview | Dein Präsentator | Handkamera | die erste Kostprobe oder der erste Duft der Hook ist |
| Problem → Lösung | Dein Präsentator | Handkamera | das Produkt ein sichtbares Alltagsärgernis behebt |
| Produkt-Hero | Nur das Produkt | Kreisfahrt | es um Launches, Premium-Positionierung oder Endkarten geht |
| Unboxing | Hände und Produkt | Nahaufnahme | Verpackung und Verschenken zum Wert gehören |
| Luxus-Makro | Nur das Produkt | Nahaufnahme | Textur oder Material das Verkaufsargument ist |
In den drei Formaten nur mit Produkt ist das Feld für den Präsentator ausgegraut, und der Satz wird zum Voiceover.
Die fünf Formate mit Präsentator
UGC-Testimonial
Ein Clip im Selfie-Stil: Dein Präsentator hält das Produkt in die Kamera und spricht im Fensterlicht darüber. Es ist das Standardformat und das erste, das du bei kaltem Traffic testen solltest, weil es wie ein Mensch wirkt, der etwas empfiehlt, und nicht wie eine Marke, die redet. Es passt zu allem, was in eine Hand passt: ein Serum, ein Proteinriegel, In-Ear-Kopfhörer.
So briefst du es: ein Produkt mit klarem Foto, dein Präsentator, ein konkreter Grund im Satz, ein Ort in der Regieanweisung („im Auto vor der Arbeit“). 9:16. Gib dem Satz Raum: In 8 Sekunden passen bei natürlichem Sprechtempo etwa 20 Wörter.
Satz: „Okay, damit hab ich echt nicht gerechnet. So gut!“ Stärker mit einem Fakt aus deinem Kit: „Zwanzig Gramm Protein, und er schmeckt wie Keksteig. Ich hab immer drei in der Tasche.“
Im echten Leben
Dein Präsentator benutzt das Produkt in einer hellen Morgenroutine, in warmem Sonnenlicht, mit einem langsamen Schwenk. Niemand muss in die Kamera sprechen. Das funktioniert bei Produkten für jeden Tag, bei denen die Szene das Verkaufen übernimmt: Kaffee, eine Trinkflasche, Hautpflege, eine Schreibtischlampe.
So briefst du es: Ändere den Moment in der Regieanweisung („der erste Kaffee auf einem kleinen Balkon“, „um 7 Uhr die Sporttasche packen“). Der Satz ist optional: ein kurzer gesprochener Gedanke oder nur Ton, ganz ohne Satz.
Satz: „Meine Morgen fangen jetzt hier an.“
Glow-up-Reveal
Flaches, fahles Licht erblüht zu einem strahlenden Glow, während dein Präsentator das Produkt benutzt, dazu eine langsame Ranfahrt. Das Format ist für Beauty und Haarpflege gebaut, passt aber auch zu allem, was die Stimmung eines Raums verändert: eine Lampe, eine Kerze, ein Duft.
So briefst du es: Sag, was das Licht macht („kaltes Badezimmerlicht wird golden, während sie es einmassiert“). Ein Satz aus drei bis sieben Wörtern. Fünf Sekunden reichen.
Ehrlichkeit: Die Veränderung ist Licht und Stimmung. Verkauf sie nicht als Vorher-nachher-Ergebnis, und lass Versprechen, die du nicht belegen kannst, aus dem Satz heraus.
Satz: „Immer noch ich. Nur strahlender.“
Straßeninterview
Ein Moderator reicht deinem Präsentator auf der Straße das Produkt, und der reagiert, mit spontaner Doku-Energie. Das passt zu Produkten, die eine erste Reaktion auslösen: ein Snack, ein Getränk, ein Duft, ein Gadget.
So briefst du es: Der Präsentator ist die Person, die reagiert, der Satz ist ihre Reaktion (8 bis 14 Wörter), und die Regieanweisung legt Ort und Uhrzeit fest („eine belebte Straße zur goldenen Stunde“). 9:16.
Ehrlichkeit: Das ist inszeniert, mit einer erfundenen Person. Beschrifte es nie als Umfrage unter echten Passanten oder als ungeskriptetes Interview.
Satz: „Moment, das ist ja richtig gut.“
Problem → Lösung
Ein kurzer Sketch: Dein Präsentator kämpft mit einem Alltagsärgernis, dann Erleichterung und ein Lächeln, weil das Produkt den Moment rettet. Das funktioniert bei Produkten, die etwas Sichtbares beheben: ein Fleckenstift, ein Kabel-Organizer, eine Fusselrolle.
So briefst du es: Benenn das Ärgernis genau („Kaffee tropft vor einem Meeting auf ein weißes Hemd“): Die Engine braucht ein konkretes Problem, das sie spielen kann. Nimm 8 Sekunden, damit beide Momente hineinpassen, und mach den Satz zur Pointe.
Satz: „Warum hat mir das niemand früher gesagt?“
Die drei Formate nur mit Produkt
Produkt-Hero
Das Produkt dreht sich langsam auf einem Betonsockel unter dramatischem Studiolicht, Staub fängt sich im Lichtkegel. Nimm es für Launches, Premium-Positionierung, Retargeting und Endkarten. Bei keinem anderen Format lohnt sich ein zweiter Render in 16:9 für YouTube so sehr.
So briefst du es: ein Voiceover aus drei bis acht Wörtern oder Ton aus. Schreib deine Materialien und deine Palette in die Regieanweisung („schwarzer Marmorsockel, warmes Bernsteinlicht“). Ist dein Packshot stark, schalte „Mit dem Produktfoto beginnen“ ein: Der Clip startet mit genau deinem Foto.
Satz: „Gemacht, um aufzufallen.“
Unboxing
Hände öffnen eine edle Schachtel und enthüllen das Produkt in Seidenpapier, in warmem, weichem Licht. Das passt zu Geschenken, Abo-Boxen und Marken, deren Verpackung zu dem gehört, wofür die Leute bezahlen.
So briefst du es: Dein Produktfoto deckt das Produkt ab, nicht die Schachtel. Beschreib deine echte Verpackung in der Regieanweisung („mattschwarze Schachtel, Logo in Goldprägung, cremefarbenes Seidenpapier“), sonst erfindet die Engine eine.
Satz: „Das Warten hat ein Ende.“
Luxus-Makro
Eine extreme Makroaufnahme mit Tropfen in Zeitlupe, satten Texturen und flüssig-goldenem Licht. Nimm es, wenn das Material verkauft: Parfümglas, die Textur eines Serums, ein Zifferblatt, Kaffeecrema.
So briefst du es: Wähl eine einzige Textur („ein einzelner Tropfen, der am Glas herabläuft“). Halte das Voiceover kurz oder lass den Ton ohne Satz laufen. Fünf Sekunden sind reichlich.
Satz: „Jedes Detail durchdacht.“
Engine, Länge und Kosten
Das Studio startet mit einer Engine, die spricht und das Produktfoto liest. Bei Hobby ist das Veo 3.1 Fast: 4, 6 oder 8 Sekunden, 9:16 oder 16:9, 216 Credits für 8 Sekunden mit Ton. Kling 3.0, ebenfalls ab Hobby, rendert 3 bis 15 Sekunden und auch im Quadrat: 170 Credits für 5 Sekunden mit Ton. Ab Creator startet das Studio stattdessen mit Veo 3.1, zu 848 Credits für 8 Sekunden; Veo 3.1 Fast bleibt einen Klick entfernt.
Die Formate starten bei 5 Sekunden, was Veo auf 4 abrundet: Wähl unter „Dauer“ 8 Sekunden für einen ganzen Satz.
Die Seedance-Engines sprechen und lesen ebenfalls Bilder, lehnen aber Fotos realistisch aussehender Personen als Referenz ab, auch das Gesicht deines Präsentators. Das Studio warnt dich und bietet, wenn dein Plan eine hat, den Wechsel zu einer Engine an, die Gesichter annimmt. Formate nur mit Produkt funktionieren dort, solange auf dem Produktfoto keine Person zu sehen ist.
Jeder Take wird beim Start abgerechnet, und ein fehlgeschlagener Take wird automatisch erstattet. Funktioniert kein Take, ändere eine Sache im Briefing und mach zwei weitere, statt viermal identisch zu wiederholen. Funktioniert einer, macht der Ad Multiplier daraus neue Gesichter, Outfits und Orte mit derselben Bewegung und demselben Timing (die komplette UGC-Pipeline).
Häufige Fragen
Was ist eine KI-UGC-Anzeige?
Eine Videoanzeige im Creator-Stil (eine Person, ein Produkt, Selfie-Perspektive, natürliches Licht), gerendert von einer Video-Engine statt gefilmt. In eroq ist der Präsentator einer deiner eigenen Charaktere, und das Produkt kommt von seinem Foto. Sie ist im UGC-Stil gemacht, nicht von Nutzern erstellt: Gib sie nie als Bewertung eines echten Kunden aus.
Welches UGC-Format sollte ich zuerst testen?
UGC-Testimonial für kalte Zielgruppen auf TikTok und Reels, dazu ein kontrastierendes Format: Problem → Lösung, wenn das Produkt ein sichtbares Problem löst, Luxus-Makro oder Produkt-Hero, wenn seine Textur oder sein Design verkauft. Dein Werbeanzeigenmanager zeigt dir, welches gewinnt.
Gibt es fertige KI-Darsteller zur Auswahl?
Nein. Präsentatoren sind deine eigenen Charaktere: Erstell einen aus Fotos oder aus einem Ausgangspunkt, gib ihm ein Look-Sheet, und er kann jede Anzeige präsentieren. Lässt du das Feld leer, besetzt das Format seine Standardperson, mit einem anderen Gesicht in jedem Take.
Kann der Präsentator eine andere Sprache sprechen?
Ja. Clap schreibt Sätze in 14 Sprachen, und die Engine spricht den Satz so, wie er geschrieben ist. Eine automatische Synchronisation gibt es nicht: Eine neue Sprache bedeutet eine neue Videoanzeige, mit dem Satz in dieser Sprache geschrieben.
Was kostet eine KI-UGC-Anzeige in eroq?
Ein 8-Sekunden-Take mit Ton kostet 216 Credits mit Veo 3.1 Fast (ab dem Plan Hobby), und ein 5-Sekunden-Take kostet 170 Credits mit Kling 3.0. Sätze mit Clap zu schreiben ist kostenlos, und ein fehlgeschlagener Take wird erstattet.
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